Von Pferden und Ihren Flügeln
  Zum Nachdenken
 
 


"Dort, wo die Pferde am meisten gedrückt werden, ist die Reitkunst am wenigsten zu Hause!"

(v. Holleuffer)
 




Gedicht eines Pferdes

Von draus vom Training komm´ich her;
ich muss euch sagen, es schmerzt so sehr!
Allüberall an den Sporenspitzen
sah ich kleine Elektroden sitzen;
Und drinnen in dem Hallenrund
da trieb es einer gar zu bunt,
wer locker ritt und lobt´sein Pferd,
den brüllt er an: "Warum so unbeschwert?

Knecht´den Gaul, mach ihn zum Untertan

heb´ihm die Beine und sporn ihn an!
Mach ihm die Socken heiß
dann winkt ein toller Ehrenpreis."
Alt und Jung sollen nun
es verrückt und immer wieder tun.
Soll´n hauen, stechen, zieh´n und beben
denn so soll´s hohe Noten geben.

Ich sprach: "Oh lieber Trainer,der du bist,

mein Latein nun fast am Ende ist;
Soll nicht in Losgelassenheit
die Schönheit liegen,
wo Pferde leicht ausseh´n, als ob sie fliegen?"
"Schön ist, wer mit blanken Stiefelschacht
und teurer Reithos´sich bekannt gemacht
Zügelschlauf, Kandar´und Hände voll
finden alle Richter toll."

"Hast´denn die Rute auch bei Dir?"

Er sprach: "Die Rute, die ist hier;
Denn für die Pferde, nicht nur die schlechten,
die trifft sie auf den Teil, den rechten."
Ich schluckt und sprach: "Ist das so recht;
wird mir schon beim Gedanken schlecht!"


Gedenk der kommenden Turniere
klappern mir schon alle viere.
Ist Spannung das, was Zehnen bringt?
Und Schweifgeschlage Rückenwind?
Muss schwanken ich und Viertakt laufen,
will mein Zylinderträger Schampus saufen?
Mein Nasenriemen quetscht und drückt,
so ist mein Reiter hoch entzückt.


Sagt "Pferdeliebe - lieber Zossen -
die hast du bei mir genossen.

Bald international ist unser Ruhm,
und wenn nicht, bring´ich dich um,
Haha - ein Scherz ein klitzekleiner,
solche Methoden glaubt doch keiner!"

"Und besser reiten ´?" fragt´ich schüchtern.
Er guckt verwirrt - "bist Du noch nüchtern?"
Geritten wurd´nie besser, sollst du wissen,
Nun ja, die Reitlehr´, die wurd halt verschlissen.


Doch
lass´uns schau´gen Neues Jahr..."
Ich stammelt´trüb, "das tu ich ja...".

(unbekannt)

Um zu hören, was ein anderer zu sagen hat,
scheinen wir erst hören zu müssen,
was unsere eigene Seele zu erzählen hat.

Öffne Dich einem anderen und Du öffnest Dich Dir selbst.

Hab Dich verstanden!
Um des anderen Wahrheit zu hören, müssen wir erst unsere eigene anhören.
Aha! Eine wunderbare Technik.
Mit einem Lächeln sagst Du mehr.
Aus dem zeitlosen
riesigen Pool des Wissens scheint zu kommen, was immer kommen mag.
Mach weiter.
Mach weiter.

(unbekannt)



"Nimm Dich in acht:
das Pferd errät Dich, Dich und
Deine geheimsten Gedanken...
Wenn Du ihm nicht vertraust, wird es Dir nicht vertrauen;
Wenn Du schwankend wirst, wird es eigene Wege gehen.
Wenn Du erschrickst, wird es erschrecken; aber es wird
mutig und guter Dinge sein,
wenn Du mutig und guter Dinge bist.
Wenn Du unstet bist, ist es unstet, wenn Du ohne
Schwung bist,
wird es schwunglos sein.
Wenn Du fliegen möchtest, wird es fliegen:
Kaum dass die Hufe die Erde zu berühren scheinen.
Ein schwebendes Gebilde aus lebendigen Stahl
scheint Dich zu tragen.
Lässt Du Dich aber zur Erde ziehen im Geiste und im Wollen,
so kriecht ein müder Wurm unter Dir im Staube.
Dein Pferd weiss um Dich!
Wer die Erde verachtet, wer die Ferne nicht liebt,
wer kleinlich und pedantisch ist, wer Winkelzüge macht,
wer unklaren Geistes ist, wer zweifelt, wer verneint,
reitet schlecht.
Wer geradeaus will, wer das Leben sucht, wer die Ferne sucht,
wer die Ferne liebt, wer Gebieter ist und zumeist Gebieter seiner selbst,
wer gefasst ist und in sich gesammelt, wer sich vertraut und klaren
Geistes ist, mag gut reiten.
Reiten ist ein unaufhörliches Ja sagen ..."

 
(Binding)


Liebst Du den Tanz?

Das Pferd ist ein Tänzer an deiner Hand: ein Tänzer in die Unendlichkeit. Aus dem Schwung, den du ihm mitteilst, folgt Leichtigkeit, folgt das Schweben. Alle Kraft fühlst du sich unter deinem Sattel vereinigen. Das Land bleibt hinter dir zurück. Die Welt fließt an dir vorüber.
Dein Tänzer trägt dich davon.

(Binding)




Ein guter Lehrmeister lehrt nicht,
er bringt den Suchenden
wieder auf den Weg,
den er verlassen hat!


PFERD UND MENSCH

Am Anfang ein wages Ahnen,
Suche nach stillem Kontakt.
Tiefe schwarze Augen mahnen zur Würde
in diesem Kontrakt.
Ständiges Geben und Nehmen,
Versprechen ohne Betrug.
Als Lohn dann ein stolzes Schweben,
ein rauschender Ritt wie im Flug.
Die Botschaft fließt durch Berührung,
die Nähe wächst durch Fleiß.
Mit Verständnis, Respekt und Führung
sind sie seelenverwandt,
sind sie Eins.*

 
*Mit freundlicher Genehmigung von Frau Margrit Baumgärnter aus
"Im Takt der Hufe" (Pferdepoesie)

Ein bezauberndes Büchlein das Gänsehaut macht und unbedingt im Regal stehen sollte, wenn der Pferdevirus sich bereits verbreitet hat !
Eine Buchempfehlung ist in der rechten Box zu finden!

  *Dieser Mutter gebe ich ein behindertes Kind",sagte Gott.


Und der Engel fragt: "Warum gerade ihr, o Herr? Sie ist doch so glücklich!"


"Eben deswegen" ,sagte Gott lächelnd.
"Kann ich einem behinderten Kind eine Mutter geben ,die das lachen nicht kennt? Das wäre grausam."

"Aber hat sie denn die nötige Geduld?" fragte der Engel.

"Ich will nicht das sie zuviel Geduld hat ,sonst ertrinkt sie in einem Meer von Selbstmitleid und Verzweiflung. Wenn der anfängliche Schock und Zorn erst abgeklungen sind, wird sie es tadellos schaffen. Ich habe sie heute beobachtet.
Sie hat Sinn für Selbstständigkeit und Unabhängigkeit, die bei Müttern so selten und so nötig sind.
Verstehst du: das Kind das ich ihr schenken werde, wird in seiner eigenen Welt leben.
Und sie muß es zwingen, in der ihren zu leben, das wird nicht leicht werden.
-Nein ,sie ist hervorragend geeignet.
Sie hat genügend Egoismus."

Der Engel ringt nach Luft.


"Egoismus? Ist das denn eine Tugend?"

Gott nickt.
"Wenn sie sich nicht gelegentlich von den Kind trennen kann, wird sie das alles nicht überstehen. Diese Frau ist es, die ich mit einem nicht ganz vollkommenen Kind beschenken werde. Sie weiß es zwar noch nicht, aber sie ist zu beneiden. Nie wird sie ein gesprochenes Wort als etwas Selbstverständliches hin nehmen. Nie ist ein Schritt etwas alltägliches .Wenn ihr Kind zum ersten Mal Mama sagt, wird ihr klar sein ,das sie ein Wunder erlebt. Ich werde ihr erlauben, alles deutlich zu erkennen, was ich auch erkenne- Unwissenheit, Grausamkeit, Vorurteile- und ich werde ihr erlauben, sich darüber zu erheben. Sie wird niemals allein sein. Ich werde bei ihr sein, jeden Tag ihres Lebens...."




↑ Nach Oben↑
http://youtu.be/0g20_pIaHlA
 
  Heute waren schon 216356 Besucher (780810 Hits) hier!